Mittwoch, 27. Januar 2016

La Paz

Gestern Abend war es schon dunkel bis wir in La Paz ankamen. Da wir überall gelesen hatten, dass es  hier nachts nicht wirklich sicher sei, haben wir ein Taxi genommen und sind dann im ersten Hostel geblieben. Mit dem Pirwa Hostel haben wir aber einen echten Treffer gelandet, rießige Bar mit leckerem Essen und Blick über einen Teil der Stadt. Ein Deutscher hat uns dann ein Restaurant empfohlen in dem es leckere und große Pizza gibt. Normalerweise sind Pizzas hier nämlich so klein, dass kein Mensch davon satt wird... Steffi hat sich schon mega gefreut und wurde dann richtig gräg (grantig), weil die Pizza klein war und auch kein bisschen nach Pizza geschmeckt hat. Dass ich es so lustig fand hat Ihre Laune nicht gerade gebessert :D Auf dem Heimweg habe ich dann aber von woher auch immer eine Ladung Wasser auf den Kopf bekommen, da hatte dann auch Steffi was zu lachen.

Heute Morgen haben wir unsere Tour in den Dschungel gebucht. Wir fahren morgen mit dem Bus nach Rurrenabaque, machen dort eine dreitägige Tour und kommen am 1. Februar abends wieder in La Paz an. Solange werdet ihr hier wohl auch nichts von uns hören... 
Mittags waren wir auf dem Markt essen und haben danach die Stadt erkundet oder zumindest einen Teil davon. Wir waren auf dem Hexenmarkt und sind dann mit einer der drei Seilbahnen aus dem Tal in dem La Paz liegt hochgefahren nach El Alto was immernoch ein Teil der Stadt ist. Der komplette Talkessel ist mit Häusern bedeckt, es ist unglaublich! Von El Alto aus sieht man außerdem die schneebedeckten Berge, die La Paz umgeben.

Als kleiner Eindruck davon, was die Busse hier in die Luft blasen

San Francisco Kathedrale

Sowohl auf dem Hexenmarkt, als auch auf dem Markt in El Alto gibt es überall tote Babyalpakas zu kaufen...




Nein das ist keine Hochhaussiedlung, sondern der Friedhof!









Dienstag, 26. Januar 2016

Copacabana - Isla del Sol

Gestern Morgen waren wir auf dem Markt gegenüber frühstücken. Es gab total leckere frittierte Teigringe mit Zuckerrohrsirup :) Dann sind wir mit dem Boot zur Isla del Sol gefahren. Eigentlich wollten wir im Süden raus und hatten auch nur bis dorthin bezahlt, aber da hat das Schiff dann gar nicht gehalten. Sind dann eben im Norden der Insel ausgestiegen und haben beschlossen ein Stück den Weg Richtung Süden zu laufen, dann aber nach Challpa 1 abzubiegen, da es dort angeblich Hostels und einen Strand geben sollte. Auf dem heiligen Felsen der Insel haben wir Rast gemacht, eigentlich sollte es danach nur noch bergab gehen - war aber nicht so. Dafür hatten wir den ganzen Weg eine tolle Sicht über den See. Nach Challpa 1 zu laufen war die beste Entscheidung die wir treffen konnten! Im Gegensatz zu den Stränden im Norden der Insel war der hier menschenleer, es hatte nur zwei Esel, ein paar Schweine und vorbeilaufende Schafherden. Unser Hostelzimmer hatte Seeblick, Privatbad und super nette Besitzer. Lagen dann den Rest des Tages am Strand in der Sonne und waren baden. Zum Abendessen sind wir in das Hostel nebenan, weil dort ein Restaurantschild stand. Es gehörte einem älteren Paar, das dann nur für uns zwei rießige Portionen Spaghetti Bolognese gekocht hat! In unsere Betten gekuschelt konnten wir dann zum Abschluss eines perfekten Tages zuschauen wie draußen die Welt unterging :D

Heute Morgen haben wir noch Frühstück in unserem Hostel bekommen und sind dann zurück zum Hafen im Norden der Insel gelaufen. Auf halber Strecke hat es plötzlich angefangen zu hageln. Die Boote sind zum Glück trotzdem gefahren. In Copacabana haben wir unser Gepäck im Hostel abgeholt, waren Mittagessen und sitzen nun im Bus nach La Paz. Einmal mussten wir ein Stück See mit dem Boot überqueren und bei den Fähren hier ist es ein Wunder, dass der Bus auf Dr anderen Seite ankam... Die Passagiere fahren zum Glück in einem separaten Boot.

Isla del Sol

Mittagspause auf dem Roca Sagrada

Der Weg, der nur bergab führt :D

Unser Hostel - unser Zimmer war das oben in der Mitte 



Steffi's Bad im Titicacasee 

Saskia's Bad im Titicacasee

Wir haben noch nie so schwarze Wolken gesehen...

Zuerst Sonnenschein dann Hagelschauer 

Verschiffung unseres Busses












Copacabana - Cerro Calvario 24.01.16

Heute Morgen habe ich mich erstmal aus dem Hostelzimmer ausgeschlossen. Die Tür hat nämlich keine Klinke und so konnte ich sie nicht mehr öffnen. Steffi und ich haben in einem 8er Dorm geschlafen, weshalb ich nicht klopfen wollte. Hab dann also die Stunde bis wir aufstehen mussten im Aufenthaltsraum verbracht. Steffi hat mich natürlich erstmal ausgelacht, als sie wach war vor allem weil links ein Seil durch die Tür ging (das Schlüsselloch ist aber rechts) an dem man ziehen musste, um die Tür zu öffnen... 
Dann ging es mit dem Bus nach Copacabana in Bolivien, viele von unserer Inseltour sind mit dem gleichen Bus gefahren. Kurz vor der Grenze mussten wir Halt machen, weil der Bus einen kaputten Reifen hatte. In Copacabana angekommen haben wir zusammen mit Matías und Guillaume ein Hostel gesucht. Die beiden reisen ziemlich billig und haben ein Hostel für 2,66€ aufgetrieben, hat aber auch kein wlan und vor allem keine Dusche!! (Was Saskia ziemlich aufregt). Sind aber nur eine Nacht hier, also wird das schon gehen. 
Copacabana ist eigentlich eine echt schöne kleine Stadt direkt am Titicacasee. Leider wimmelt es hier nur so von bolivianischen Urlaubern, der Strand ist überfüllt und ziemlich vermüllt und es gibt keinen Supermarkt... Zufällig haben Sie hier heute das Alasitas-Fest gefeiert. Auf dem Platz um die Kirche waren haufenweise Stände, die Spielgeld, Spielautos und Spielhäuser verkauft haben. Diese Miniaturausgaben bestreuen die Leute in der Kirche mit Blütenblättern und hoffen so im nächsten Jahr die große Version zu besitzen. Wir fanden das alles ziemlich verrückt :D
Gegen Abend sind wir noch den Kreuzweg zum Cerro Calvario hochgelaufen. Von dort hat man eine super Aussicht über die Stadt und den See. Auf dem Berg gibt es ganz viele Höhlen in denen die Leute irgendwelche Sachen und Kerzen anzünden. Ein kleines Stück davon entfernt sind lauter Beete in die sie Blumen stecken, mit Bier begießen und auf die sie Luftschlangen und kleine Böller werfen. Bolivien hat sich an unserem ersten Tag definitiv von einer etwas seltsamen Seite gezeigt :D.....die spinnen hier alle!

Autoweihe, die fast jeden Sonntag stattfindet

Miniatursachen zum Alasitas-Fest

Blick auf Copacabana

Blick auf den Titicacasee vom Cerro Calvario

Blumenbeete auf dem Cerro Calvario






Samstag, 23. Januar 2016

Puno - Islas

Die letzten beiden Tage haben wir auf den Inseln im Titicacasee verbracht und es war wunderschön!! Titikaka bedeutet auf Quechua Steinerner Puma und auf Aymara grauer Puma, der See hat auf dem Kopf gesehen nämlich die Form eines Puma, der einen Hasen fängt. Gestern Morgen ging es mit dem Schiff zunächst zu den schwimmenden Inseln (Islas de los Uros). Das sind kleine Inseln, die die Bewohner - Uros genannt - aus Schilf bauen. Ungefähr hundert davon schwimmen vor Puno. Wir haben die Insel Titino besucht, auf der fünf Familien wohnen. Die Uros sprechen Aymara, können aber auch Spanisch. Sie haben uns ihre Schilfhütten gezeigt und von ihrem Leben erzählt. 
Anschließend ging es weiter auf die Insel Amantaní in das Dorf Occopampa. Dort wurden wir auf Gastfamilien verteilt. Wir kamen in die Familie von unserem Kapitän, zusammen mit Matías aus Argentinien, seinem Kumpel Guillaume aus Kanada und einem Engländer. Nach dem Mittagessen haben wir Mädels mit den Frauen der Familie Kartoffeln geerntet und Erbsen gesät. Die Verständigung hat ganz gut geklappt, obwohl zumindest die Älteren nur Quechua sprechen. Danach sind wir auf den Berg Pachatata gestiegen, dort befindet sich eine Ruine um die wir dreimal laufen mussten - für Geld, Liebe und Arbeit. Einen Stein haben wir auch noch in die Mauer gesteckt um einen Wunsch erfüllt zu bekommen. Danach haben wir den Sonnenuntergang gesehen und dann gab es Abendessen in der Familie. Später sind wir noch in die Dorfhalle und haben den Jugendlichen bei der Tanzprobe für irgendein Fest zugeschaut. 
Heute Morgen gab es Frühstück ( Fasnetsküchle, soooooo lecker) und dann sind wir zur Isla Taquile gefahren, bekannt für die strickenden Männer. Sie Stricken ihre Mützen selbst, an deren Farben man ihren Beziehungsstatus erkennen kann. Auf Taquile sieht es ein bisschen aus wie auf Mallorca :D Nachmittags waren wir dann zurück in Puno, sind über den Markt geschlendert und packen nun unsere Sachen, weil es morgen weiter nach Bolivien geht. 

Blick auf Puno

Isla de los Uros - Titino

Zwei der fünf Wohnhäuser und Arbeiten, die sie verkaufen

Blick über den Titicacasee auf die schneebedeckten Berge Perus

Das Haus unserer Gastfamilie

Kartoffelernte

Küche unserer Gastfamilie 


Sonnenuntergang von Pachatata

Mondaufgang


Sonnenaufgang

Das Dorf Occopampa

Unser Guide heute Morgen zum Hafen

Fischer auf Taquile mit Blick auf die Isla Amantaní 




Isla Taquile

Die strickenden Männer (links Single, Mitte Präsident, rechts verheiratet)




























Donnerstag, 21. Januar 2016

Puno - Cutimbo

Nach dem Frühstück - unser Hostel hat ein Frühstücksbuffet mit allem drum und dran  - haben wir uns auf den Weg nach Cutimbo gemacht. Das ist ein Vulkanplateau auf dem zwei Türme aus der Inkazeit stehen. Wir sind mit einem Combi gefahren in dem sonst nur Einheimische waren und haben dem Fahrer gesagt wo er uns rauslassen soll. Er hat es aber unterwegs vergessen und wir haben das Schild erst im vorbeifahren gesehen. Alle anderen im Bus haben aber sofort kapiert, dass wir da eigentlich aussteigen wollten und haben dem Fahrer gerufen, dass er umkehren soll :D Ihnen ist aber dann eingefallen, dass es noch einen anderen Weg auf das Plateau gibt und alle im Bus haben uns den Weg erklärt. Es war unglaublich wie uns alle helfen wollten! 
Obwohl die Ruinen relativ unspektakulär waren, hat sich der Aufstieg auf jeden Fall gelohnt, denn wir hatten eine wunderbare Aussicht. Rundherum war nichts außer Wiesen, Berge und vereinzelte Hütten mit Schafherden. Außerdem konnte man unglaublich weit sehen und wir waren außer einem Wächter die einzigen Menschen in Cutimbo. Wir haben Kuchen gegessen und Mittagsschlaf auf den Felsen gemacht, bevor wir wieder nach unten gestiegen sind und einen vorbeifahrenden Combi angehalten haben. Zurück in Puno waren wir am Hafen Fisch essen und sind durch die Stadt geschlendert. 

Das Vulkanplateau



Die Ruinen von Cutimbo

In den Stein gravierter Affe, außerdem gab es Pumas und Schlangen zu entdecken