Weil wir um 5 Uhr nachts angekommen sind, haben steffi und ich beschlossen zuerst einmal noch ne Runde zu schlafen. Das Hostel Beni (so heißt auch der Fluss an dem das Städtchen liegt) hatte zum Glück Ventilatoren - es war nämlich unglaublich heiß! Die plötzliche Hitze haben wir beide nicht wirklich vertragen und nachdem wir uns den halben Tag durch die Stadt und dann zu einem Wasserfall geschleppt haben, der dann ausgetrocknet war, haben wir aufgegeben und im Hostel gelesen. Abends waren wir noch essen und haben gehofft, dass es am nächsten Tag kühler ist.
Von den Bergen um La Paz...
...hinunter ins Amazonasbecken
Auf dem Weg zum Wasserfall
Unser Wunsch wurde erfüllt, denn am nächsten Tag hat es geregnet :D Wir haben dann die anderen Mitglieder unserer Tour kennengelernt (3 Kanadier, Sanaa aus Holland und 2 Koreanerinnen) und los ging es knapp vier Stunden mit dem Jeep nach Santa Rosa über eine Holperpiste. Dort haben wir unseren Guide Danni und seine Freundin kennen gelernt. Mit dem Boot sind wir dann 2h über den Fluss zu unserer Lodge gefahren. Es war super! Wir haben Alligatoren, Schildkröten, haufenweise Vögel, Capybaras und pinke Delfine gesehen!! Die Delfine haben uns zwar eher an rosa Buckelwale erinnert, aber es war trotzdem toll :)
Mein absolutes Highlight waren aber die Affen. Wir haben gerade einen relativ großen auf der anderen Flusseite beobachtet, als ich gemerkt habe, dass unser Boot frontal in die Büsche auf unserer Flusseite fährt. Zuerst dachten wir unser Guide hat nicht bemerkt, dass wir abtreiben, bis wir die vielen kleinen Äffchen genau über uns gesehen haben. Angelockt durch eine Banane von Danni sind sie in unser Boot gesprungen, saßen auf uns und wir konnten sie sogar anfassen - es war unglaublich!! Kurzvdanach haben wir noch eine andere Affenart entdeckt, die zwar nicht so zutraulich waren uns aber ein Ei aus dem Boot gestohlen haben :D
Unsere Lodge hatte Platz für drei Gruppen, jede hatte einen eigenen Raum mit Moskitonetzen und auch jedes Bett hatte zum Glück eines. Abends haben wir den Sonnenuntergang angeschaut und sind dann von unserem Boot aus mit Stirnlampen auf die Suche nach Alligatoraugen gegangen. Es war nicht schwierig welche zu finden, überall funkelte es gelb, orange, rot und manchmal sogar lila! Wenn wir die Lampen aus hatten, könnten wir überall Glühwürmchen fliegen sehen!
Unser Jeep
und die Holperpiste :D
Bootsanleger in Santa Rosa
Der Affe, der uns ein Ei gestohlen hat!
Unsere Lodge
Ein einzelnes Alligatorauge - mit der Kamera leider nicht wirklich einzufangen
An unserem zweiten Tourtag stand morgens die Suche nach einer Anaconda auf dem Programm, wir wussten aber, dass die Wahrscheinlichkeit eine zu finden sehr gering ist, da Regenzeit ist und es auch den ganzen Morgen geregnet hat. Da verstecken sich die Schlangen lieber. Wir haben dann auch wirklich keine gefunden, der Ausflug hat sich aber trotzdem gelohnt, weil Boot fahren auf dem Fluss einfach toll ist und wir unglaublich viele Delfine gesehen haben! Nach dem Mittagessen haben wir gewartet bis es aufgehört hat zu sehr zu regnen und dann ging es Piranhas fischen. Steffi und ich haben sie aber eher gefüttert, weil wir die Fische zwar am Haken gespürt haben, aber letztendlich war immer nur das Fleisch weg und kein Fisch am Haken :D Haben beide ein Baby gefangen, das wir zurückgeworfen haben... Zum Glück hatten unser Guide und zwei der Jungs mehr Erfolg und so gab es zum Abendessen einen Piranha für jeden - viel Fleisch ist an denen aber nicht dran...
Delfin, der mit unserer Flasche spielt, die wir natürlich wieder eingesammelt haben :)
Steffi und Guide Danni auf der Anacondasuche
Beim Fischen
Mein erster Fang beim Angeln überhaupt! Würde sagen talentfrei :D
An unserem letzten Tag ist der Sonnenaufgang leider ausgefallen, weil erstens unser Guide verschlafen hat und zweitens es total bewölkt war. Wir sind dann zu einer angeblich sicheren Stelle gefahren, um mit Delfinen zu schwimmen. Ganz wohl war uns aber nicht, weil wir mittlerweile wüssten wie viele Alligatoren am Ufer liegen, wir am Tag zuvor die Zähne der Piranhas ganz genau betrachten könnten und das Wasser außerdem kein bisschen durchsichtig ist... Wir haben es aber trotzdem gewagt :) Zunächst war die Hauptattraktion aber unsere beiden Mädels aus Korea, die beide nicht schwimmen können und trotz Schwimmwesten etwas Angst hatten. Eine der beiden hat fünf Minuten geschrien halb lachend, halb panisch und so erstmal die Delfine verscheucht. Irgendwann kamen sie aber zurück und wir konnten ihnen hinterher schwimmen und haben sie auch berührt, bzw sie uns. Wir konnten nämlich nicht sehen wann ein Delfin neben uns ist und so kam es immer ziemlich überraschend :D
Viel zu spät haben wir uns dann auf den Weg von der Lodge zum Bootsanleger gemacht und dort war dann unser Jeep noch gar nicht da. Steffi und ich hatten nur noch knapp drei Stunden bis unser Flieger von Rurrenabaque (4h entfernt) nach La Paz ging. Wir haben dann einen eigenen Jeep bekommen, der scheinbar schneller fahren kann. Nach ein paar Minuten haben wir daran nicht mehr gezweifelt. Für den Rückweg haben wir nur bisschen über die Hälfte der Zeit gebraucht wie für den Hinweg, unterwegs haben wir noch aus einem anderen Auto Mädels eingesammelt, die sich den letzten Flug wollten und so haben wir es problemlos geschafft. Unser Flug hatte dann sowieso über eine Stunde Verspätung :D Der Flughafen bestand übrigens nur aus einem Haus, Sicherheitskontrolle gab es eigentlich nicht und in unsere. Flieger haben 19 Personen gepasst. Bis wir im Flieger saßen hatten wir uns mit fast allen unterhalten, das passiert normalerweise auch nie... Sicherheitshinweise müsste man selbst lesen, wenn man wollte. Da stand dann auch dass die Masken im Notfall vom Bordpersonal ausgeteilt werden (es gab aber nur zwei Piloten). Kurz bevor wir gestartet sind wurde dann noch ein schwer verletzter Mann ins Flugzeug getragen, der ein Bein in verbunden und in Plastiktüten gewickelt hatte, außerdem eine ziemlich große Kopfwunde und eine Infusion am Arm. Da waren wir dann mal wieder froh in Deutschland zu leben... Der Flug hat nur 40min gedauert und wir sind noch nie so nah an Berggipfeln vorbeigeflogen.
Alles in allem war es ein super Ausflug!!
Schwimmen mit Delfinen
Unsere Gruppe
Rurrenabaque Airport
Das wahrscheinlich kleinste Flugzeug der Welt (es wurde noch ein roter Teppich ausgerollt)




































Great to hear from you again. The variaty of animals is impressive and they look so nice. I was just wondering who that big monkey was on the picture. ;-)
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